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12.01.2010
Die Lebensschicksale der Menschen, die als erste „Gastarbeiter"-Generation nach Deutschland kamen, sind unverzichtbarer Bestandteil der Nachkriegsgeschichte. Die Erinnerungen der „Gastarbeiter" müssen bei der Überlieferungsbildung der Archive und Museen ebenso ernst genommen werden wie „amtliche" Quellen. Denn: Welchen Akten und behördlichen Schriftstücken lassen sich verlässliche Informationen über die damaligen Erwartungen und Erfahrungen der Menschen in ihrer neuen Heimat entnehmen? Hier ist von Seiten der Archiv- und Museumsverantwortlichen „aktive Dokumentation" gefragt.
Für eine solche ergänzende Dokumentation soll in einem Seminar der Einsatz der Oral history-Methode geprüft werden. Dabei geht es auch um
- die Handhabung der Aufzeichnungstechnik (Kamera, Tonaufzeichnung),
- die Handhabung einer Fragemethodik, welche die Vergleichbarkeit der Antworten erlaubt, ohne zu manipulieren oder einzuengen etc.
Die Beschäftigten des Stadtarchivs Hilden haben ein entsprechendes, Preis gekröntes Projekt mit Erfolg durchgeführt und können aus der Praxis berichten. Die Besonderheit des Projektes war, dass als Interviewer Jugendliche eingesetzt wurden, die zugleich mit der Archivarbeit vertraut gemacht wurden.
Termin: Dienstag, 26. Januar 2010
Veranstaltungsort: Hilden, Stadtarchiv, Gerresheimer Straße 20 a, 40721 Hilden
Entgelt: 35 EUR (einschließlich Tagungsunterlagen mit DVD, Mittagsimbiss und Pausengetränken)
Weitere Informationen unter Jahresprogramm 2010.
Anmeldungen ausschließlich an das
LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
Ehrenfriedstraße 19
50259 Pulheim
Tel.: 02234 9854-313 und -225
Fax: 02234 9854-349
Mail: afz.fortbildungszentrum@lvr.de
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